
Emotionseffekt
Emotional Effect
Emotionen färben nicht nur Erfahrungen; sie können leise Urteile, Erinnerungen und Entscheidungen lenken. Prüfen Sie, ob Ihr Gefühl zum Problem selbst gehört oder von irgendwo anders hereingeschwappt ist.
Definition
- Die emotionale Wirkung wird am besten als ein breites, nicht standardisiertes Oberbegriffsetikett für Fälle behandelt, in denen der aktuelle emotionale Zustand einer Person beeinflusst, wie sie eine Person, ein Objekt, ein Ereignis, ein Risiko oder eine Entscheidung bewertet. In der Standardpsychologie sind die nächstliegenden etablierten Begriffe Affektheuristik, Affekt-als-Information und Affekt-Infusion.
Kerngedanke
- Menschen bewerten Dinge nicht immer anhand neutraler Beweise. Ihre Stimmung oder Emotion kann wie eine Abkürzung wirken: „Ich fühle mich gut, also scheint das gut zu sein“ oder „Ich fühle mich schlecht, also scheint das schlechter zu sein.“ Dies kann Urteile beeinflussen, selbst wenn die Emotion aus einer nicht verwandten Quelle stammt.
So funktioniert es
- Eine Person erlebt eine Stimmung oder emotionale Reaktion.
- Das Gefühl wird an das zu beurteilende Ziel gebunden, selbst wenn das Ziel die Emotion nicht verursacht hat.
- Die Person kann das Gefühl als Information bei einer Bewertung verwenden.
- Positive Emotionen machen Bewertungen oft günstiger; negative Emotionen machen Bewertungen oft kritischer.
- Der Effekt ist wahrscheinlicher, wenn das Urteil komplex, mehrdeutig, subjektiv oder schnell gefällt wird. Forgas’ Modell der Affektinfusion sagt einen stärkeren Einfluss von Affekten in heuristischen oder substanziellen Entscheidungssituationen voraus als bei einfachen Direktzugriffsurteilen.
Anwendungsbeispiel
- Ein Manager hat einen stressigen Morgen und beurteilt später die Präsentation eines neuen Mitarbeiters negativer als gewöhnlich, obwohl die Präsentation an sich akzeptabel war.
- Ein Kunde in guter Stimmung kann ein Produkt, einen Kellner oder ein Geschäft positiver bewerten, als er es in neutraler Stimmung tun würde.
Bekanntes Beispiel
- Beispiel: Die Dutton-und-Aron-Hängebrücken-Studie. Männliche Vorbeigehende, die eine furchterregende Hängebrücke überquert hatten, zeigten eher anziehungsbezogene Reaktionen gegenüber einer weiblichen Interviewerin als diejenigen auf einer weniger furchterregenden Brücke.
- Warum es dieser Regel entspricht: Die Studie wird allgemein so interpretiert, dass sie eine Fehlzuordnung von Erregung zeigt: physiologische Erregung durch Angst oder Aufregung kann fälschlicherweise als Anziehung zu einer anderen Person gedeutet werden.
Anwendungsfälle / Situationen, in denen es relevant ist
- Erste Eindrücke von Menschen
- Einstellungsgespräche und Leistungsbeurteilungen
- Kundenzufriedenheitsbewertungen
- Dating und Anziehung
- Verhandlungs- und Konflikturteil
- Risikowahrnehmung und Sicherheitsentscheidungen
- Politische oder Markenbewertung
- Reaktionen in den sozialen Medien und Online-Kommentare
- Beurteilung ambigen Verhaltens, zum Beispiel, ob jemand unhöflich war oder einfach nur beschäftigt
Wann man es nicht verwenden sollte / Häufige Fehlanwendungen
- Verwenden Sie es nicht, um zu behaupten, dass Emotion immer die Vernunft überlagert.
- Gehen Sie nicht davon aus, dass jedes positive oder negative Urteil durch die Stimmung verursacht wird.
- Behandle „Emotionaler Effekt“ nicht als ein festes, formal benanntes Gesetz mit nur einem Erfinder.
- Verwechseln Sie es nicht mit emotionaler Ansteckung, bei der sich Emotionen zwischen Menschen verbreiten.
- Verwechseln Sie es nicht mit Symptomen einer Stimmungserkrankung oder einer klinischen Diagnose.
- Verwenden Sie es nicht als Ausrede, um das Urteil von jemandem einfach abzulehnen, nur weil er emotional ist.
Ursprung / Entstehung
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Erfunden von: Es gibt kein einzelnes, standardmäßiges Gesetz im Englischen, das als Emotional Effect bezeichnet wird. Die Idee wird besser als ein Bündel von Erkenntnissen über Affekt und Urteil verstanden.
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Jahr der Erfindung: Kein einzelnes Jahr ist zutreffend. Relevante Arbeiten wurden im späten 20. Jahrhundert entwickelt.
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Land / Herkunftskontext: Das Konzept entstand aus der kognitiven Psychologie, der Sozialpsychologie und der Entscheidungsforschung und nicht aus einer benannten Lehre.
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Wichtige verwandte Mitwirkende:
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Schwarz und Clore über Affekt-als-Information.
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Forgas über Affekt-Infusion.
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Slovic und Kollegen über die Affekt-Heuristik.
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Dutton und Aron über fehlzugeordnete Erregung.
Kurze praktische Quintessenz
- Bevor Sie jemanden beurteilen oder eine wichtige Entscheidung treffen, prüfen Sie, ob Ihre aktuelle Emotion zur Situation gehört oder einfach von irgendwo anders übernommen wurde.