
Fayols 14 Managementprinzipien
Fayol's Principle
Mache Verantwortung, Autorität und Kommunikationswege ausdrücklich sichtbar; wenn alle annehmen, jemand anderes kümmere sich um das Risiko, blockiert die alte Managementmaschine genau an der Stelle, an der sie am stärksten sein sollte.
Definition
- Mit Fayols Prinzip ist meist Henri Fayols 14 Prinzipien des Managements gemeint, ein klassisches Rahmenwerk zur Organisation von Arbeit, Autorität, Disziplin, Kommunikation, Verantwortung und Koordination innerhalb einer Organisation. Der präzisere Standardbegriff ist Fayols 14 Managementprinzipien und nicht einfach nur „Fayol's Principle“.
Kerngedanke
- Organisationen funktionieren besser, wenn Rollen, Autorität, Verantwortung, Kommunikationslinien, Disziplin, Fairness und Richtung klar definiert sind.
- Es handelt sich nicht um eine einzelne Regel, sondern um ein Bündel von Managementleitlinien zu Struktur, Weisungsbefugnis, Koordination und menschlicher Zusammenarbeit.
So funktioniert es
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Fayol formulierte 14 Managementprinzipien:
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Arbeitsteilung
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Autorität und Verantwortung
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Disziplin
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Einheit der Auftragserteilung
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Einheit der Leitung
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Unterordnung individueller Interessen unter das Gesamtinteresse
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Vergütung
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Zentralisierung
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Skalar-/Dienstwegkette
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Ordnung
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Billigkeit
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Stabilität der Beschäftigung
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Initiative
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Esprit de Corps
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In der Praxis nutzen Führungskräfte diese Prinzipien, um klarzumachen, wer verantwortlich ist, wer Anweisungen gibt, wie Entscheidungen fließen und wie Menschen ihre Arbeit koordinieren.
Anwendungsbeispiel
- Ein Leiter der Sicherheitsabteilung erhält bei starkem Regen keinen Anruf, obwohl klar ist, dass Regen in der Fabrik ein Sicherheitsrisiko erzeugt. Er nimmt an, dass bereits mehrere Sicherheitskräfte vor Ort seien, und unternimmt nichts weiter.
- Das zeigt ein mögliches Versagen bei Autorität und Verantwortung, Einheit der Auftragserteilung und Skalarkette: Verantwortung war unklar, die Kommunikation erreichte nicht die richtige Person, und niemand hatte die Sicherheitsreaktion eindeutig in der Hand.
Bekanntes Beispiel
- Beispiel: Kein verifiziertes berühmtes Standardbeispiel gefunden.
- Warum es zu dieser Regel passt: Fayols Prinzipien werden meist als allgemeines Managementrahmenwerk gelehrt, nicht über einen einzelnen universell verifizierten Musterfall.
Anwendungsfälle / Situationen, in denen es relevant ist
- Gestaltung von Organisationsstrukturen
- Klärung von Berichtslinien
- Vermeidung doppelter oder widersprüchlicher Anweisungen
- Zuweisung von Verantwortung in Notfällen
- Verbesserung der Koordination zwischen Abteilungen
- Schulung neuer Führungskräfte
- Diagnose von Kommunikationsstörungen in Fabriken, Büros, Schulen oder öffentlichen Organisationen
Wann man es nicht verwenden sollte / Häufige Fehlanwendungen
- Nutze es nicht als starre Ausrede für übermäßige Hierarchie.
- Gehe nicht davon aus, dass „Einheit der Auftragserteilung“ bedeutet, Beschäftigte dürften nie teamübergreifend kommunizieren.
- Wende es nicht mechanisch auf moderne agile, funktionsübergreifende oder netzwerkartige Teams an, ohne es anzupassen.
- Verwechsle klare Autorität nicht mit autoritärer Führung.
- Ersetze klare Verantwortung nicht durch das Denken „Jemand anderes kümmert sich wahrscheinlich schon darum“.
Ursprung / Entstehung
- Entwickelt von: Henri Fayol, französischer Industrieller und Leiter eines Bergbauunternehmens.
- Entstehungsjahr: In der Regel mit 1916 verbunden, als Fayols Administration industrielle et générale auf Französisch erschien; die englische Übersetzung General and Industrial Management folgte später.
- Land / Entstehungskontext: Frankreich; industrielles Management und Verwaltung großer Organisationen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Kurze praktische Quintessenz
- Mache Verantwortung, Autorität und Kommunikationswege ausdrücklich sichtbar; wenn alle annehmen, jemand anderes kümmere sich um das Risiko, blockiert die alte Managementmaschine genau an der Stelle, an der sie am stärksten sein sollte.