
Psychologie / Verhaltenswissenschaft / Marketing
Psychologie / Verhaltenswissenschaft / MarketingMere-Exposure-Effekt
Mere-Exposure Effect
Vertrautheit fühlt sich sicher an, und Sicherheit wird als Sympathie wahrgenommen.
Beliebtheit
Nützlichkeit
Aliasse
Prinzip der Vertrautheit / Mere-Exposure-Effekt / Gesetz der Vertrautheit
Bereiche
Sozialpsychologie / Werbung / Markenbildung, zwischenmenschliche Anziehung / Musik
Definition
- Der Mere-Exposure-Effekt ist die Tendenz, eine Vorliebe für Dinge zu entwickeln, einfach weil sie vertraut sind — wiederholte Exposition erhöht die Sympathie.
Kernidee
- Vertrautheit fühlt sich sicher an, und Sicherheit wird als Zuneigung wahrgenommen.
- Je öfter wir einer harmlosen Sache begegnen, desto mehr neigen wir dazu, sie zu mögen.
- Wiederholung, selbst ohne bewusstes Aufmerken, kann Sympathie aufbauen.
Wie es funktioniert
- Jede Exposition macht einen Stimulus leichter verarbeitbar (Verarbeitungsflüssigkeit).
- Das Gehirn interpretiert diese Leichtigkeit als ein leicht positives Gefühl.
- Die Sympathie wächst mit wiederholter, nicht aversiver Exposition, bis zu einem bestimmten Punkt.
Beispiel für die Verwendung
- Ein Lied, das einem anfangs nicht gefallen hat, wird nach mehrmaligem Hören im Radio zu einem Favoriten, und eine Marke, die man oft sieht, beginnt vertrauenswürdig zu wirken.
Berühmtes Beispiel
- Beispiel: Robert
Anwendungsfälle / Situationen, in denen es zutrifft
- Häufigkeit von Werbung und Markenaufbau.
- Aufbau von Beziehung durch wiederholten positiven Kontakt.
- Allmähliche Vertrautmachung des Publikums mit neuen Ideen.
Wann man es nicht verwenden sollte oder häufiger Missbrauch
- Nicht übermäßig aussetzen bis zur Reizwirkung, da dies den Effekt umkehrt.
- Nicht davon ausgehen, dass Vertrautheit gleich Qualität oder Wahrheit bedeutet.
- Nicht allein auf die Exposition für ein schwaches Produkt oder eine schwache Botschaft verlassen.
Regelerfindung / Ursprung
- Erfunden von: Robert
Belege / Forschungsgrundlage
- Umfangreiche Experimente bestätigen eine gesteigerte Zuneigung bei wiederholter Exposition über verschiedene Reize hinweg, vermittelt durch Verarbeitungsgeschmeidigkeit.